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Zugspitz Supertrail 2014

Bereits zum vierten mal wurde der Zugspitz-Ultratrail(ZUT) in diesem Jahr ausgetragen. Für vier verschiedenen Distanzen konnte man sich entscheiden. Zur Auswahl gab es den Ultratrail 100km 5400HM, Supertrail XL 79km 4200HM, Supertrail 60km 3000Hm und den Basetrail 35km 1900HM.
Zugspitz Supertrail 2014

Zugspitz Supertrail 2014

Nach dem ich beim Keufelskopf Ultratrail zwei Wochen zuvor das Rennen bereits nach 36km aufgeben musste, entschied ich mich kurzfristig für den Start beim ZUT. Ein paar Kilometer im alpinen Gelände sind eine gute Vorbereitung für die kommenden Aufgaben. Im Gegensatz zum letzten Jahr wurde die Strecke von 69km auf 60km verkürzt. Das heisst aber nicht das das Rennen leichter werden würde, denn die 3000HM bergauf sind die selben geblieben.

Am Freitag ging es nach der Arbeit in Richtung Grainau um die Startunterlagen zu abzuholen. Ein kurzes Foto vor der Sponsorenwand, 10-Minuten-Nudelparty und schon ging es weiter nach Leutasch(A) ins Hotel. Da die Strecke bereits zwei mal gelaufen bin verzichtete ich auf das Streckenbriefing.

Startnummer abholen

Der Wecker klingelte kurz vor 7:00 Uhr denn das Renner startete erst gegen 9:00 Uhr. Es blieb also genug Zeit um den gepackten Rucksack zu prüfen und ordentlich zu frühstücken. Im Startbereich angekommen kam ein wenig Unruhe auf, denn ich dachte das ich meine Startnummer vergessen hätte. Noch 20 Minuten bis zum Start. Ich setzte mich schnell ins Auto und fuhr zum Hotel zurück. Auf halben Wege konnte ich die Startnummer auf dem Beifahrersitz entdecken.
Noch 5 Minuten bis zum Start. Nach dem die Pflichtbausrüstung kontrolliert wurde, kämpfte ich mich erstmal in den vorderen Bereich des Starterfeldes vor.

9:00 Uhr Start. Insgesamt machten sich ca. 400 Läuferinnen und Läufer auf den Weg. Gleich zu Beginn des Rennens merkte man die gekürzte Strecke. Bereits nach zwei Kilometern ging es in den Anstieg zum Scharnitzjoch (2048m). Auf einer Strecke von 8 km mussten 1100HM bewältigt werden. Zum erstmal war ich mit Stöcken unterwegs. Dank der Unterstützung des Big Tree Onlineshops, wurden mir das Topmodell von Black Diamond zur Verfügung gestellt.

Auf dem Scharnitzjoch angekommen, ging es 8km und 1000HM bergab zum Hubertushof der ersten Verpflegungsstation (VP1). Die Speicher ordentlich aufgefüllt, machte ich mich den langen und relativ flachen Weg der Leutasch entlang. Vor zwei Jahren, als bei dem 100km-Rennen startete, war dies der schwierigste Abschnitt. Doch wenn man die Strecke bereits zwei mal gelaufen ist, weiß man ja was einen erwartet.
Nun ging es Richung Mittenwald. Relativ zügig kamen wir in einer kleinen Gruppe voran. In Mittenwald war ich wenig verwundert da die Verpflegungsstelle (VP2)nicht an dem gleichen Punkt wie in den letzten Jahren war. Mental war ich aber so fit, dass mir das nichts ausmachte.

Als ich nach 30km und 3:40h den VP3 am Ferchensee erreichte, war ich in einer körplich und guten Verfassung. Auch mit der bis hierher gelaufenen Zeit war ich rundum zufrieden. Nach dem Ferchensee geht es größtenteils auf Forststraßen weiter. An den Antiegen merkte ich nun langsam das ich bereits 4:30h unterwegs war. Immer wieder musste ich gehen. Aber was solls, die anderen haben sind ja auch gegangen und somit habe ich kaum Zeit verloren (von der Spitze des Feldes mal abgesehen).

Bei km 40 kamen ich an tiefsten Punkt der Strecke, der Abzweig Reintal (810m). Den Verpfegungspunkt, welcher in den letzten Jahren hier statinoiert war und auch in der Streckenkarte eingezeichnet ist, konnte ich weit und breit nicht entdecken. Erst das Warten auf einen mir folgenden Läufer brachte dann Klarheit. Im Strecken-Briefung am Vortag, wurde auf die Verlegung des Verfplegungspunkt hingewiesen. Man sollte also doch hin und wieder zum Briefing gehen. Naja, es war ja halb so schlimm aber es hätte auch anders kommen können.

Längenfelder Talstation

Jetzt galt es nur noch den finalen und schwierigsten Anstieg zu meistern. Ab VP4 sind es ca. 1300HM auf einer Strecke von 9km. Der Einsatz der Stöcke gab mir ein gutes Gefühl und ich kam relativ schnell voran. Bei zwei ca. Dritteln des Anstiegs passierte ich den vorletzten Verpflegungspunkt, die Talstattion Längenfelder (1610m). Frisch gestärkt machte ich  mich auf die letzten 400 Höhenmeter bergauf. Nachdem ich die Bergstation Alpspitzbahn (2029m) ereicht hatte, lagen nur noch 9km und 1300HM bergab vor mir.  Jetzt machte sich meine eine Woche alte Verletzung bemerkbar. Ein überdehnter Muskel (langer Zehenstrecker) hilft nicht gerade beim bergablaufen. Da ich mit angezogener Handbremse den Berg hinunter musste, verlor ich auf diesem Teilstück drei Plätze. Mittlerweile bruzzelte die Sonne ziemlich stark, was die letzten drei flachen Kilometer in Richtung Grainau nicht leichter machte.

Nach 8:22h kam ich entspannt in Grainau ins Ziel.

Ziel Grainau

Alles in allem war ich mit dem Lauf sehr zufrieden. Trotz Verletzung und suboptimaler Vorbereitung konnte ich mich im vorderen Bereich platzieren. Das sollte doch ein gutes Zeichen für Frankreich sein. Da steht im August allerings das doppelte auf dem Programm nämlich 120km mit 7200HM.

Zahlen, Daten, Fakten:
Starter: 396
Finisher: 346
Platz Gesamt: 30./340
Platz Männer: 25./277
Platz AK35: 3./39
Platz Männer bis 40: 16./101

Der Lauf in Zahlen

Zugspitz Ultratrail

www.zugspitz-ultratrail.com

Strecke 60,7km +3000m
Teilnehmer 396
Finisher 346
Sieger

Martin Schedler

06:41:55 h

Zeit

08:22:59 h

Platzierung

30. gesamt

3. M35

 

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